 Zeichnungen von Heinrich Loy, Köln
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Helmut Binkowksi / Hans-Jürgen Jansen / Rudi Renné: Domols en Kölle Schaurig-schöne Stadtgeschichten auf Kölsch Historie. Sagen. Legenden.
Hardcover, 12,5x21 cm, fest gebunden, 200 Seiten, 18 Fotos und Abbildungen, 534 g; ISBN 978-3-939829-28-7; € 19,80
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„Wat es dat Isabella för e lecker Weech!“ Mit solchen Worten könnte man die Neugier auf eine wahrscheinlich kaum bekannte, aber nicht weniger interessante Episode aus dem Mittelalter unserer Kölner Stadtgeschichte wecken. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich deshalb auch um eine variantenreiche und lebendige Erweiterung und Fortführung der von den Autoren bereits vorgestellten Sammlung sagen- und legendenhafter Geschichten aus dem Jahre 2010 („Vum aale Kölle“). Zwölf neue Module aus der Frühzeit und dem Mittelalter unserer faszinierenden Stadtgeschichte – als Sagen und Legenden in Prosa und Gedichtform – werden angereichert durch historische Kommentare und eigens für diesen Band verfasste Lieder. Dabei sind die Erzählungen, Gedichte und Lieder natürlich alle in Kölsch verfasst. Bei vielen Texten handelt es sich um eigenständige, kreative Nachdichtungen, wenn keine literarische Vorlage vorhanden war. Die Autoren haben sich dabei auf Quellen des 12. bis 15. Jh. gestützt (Jacobus de Voragine, Caesarius von Heisterbach, die Koelhoffsche Chronik). Eine Vielzahl von liebevoll ausgewählten Bildern rundet dieses unterhaltsam geschriebene, abwechslungsreich gestaltete Buch ab.
 - Helmut Binkowski
geb. 1941 in Köln, Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie an der Universität zu Köln. Tätigkeit als Lehrer am Gymnasium, als Fach- und Hauptseminarleiter an Studienseminaren und als Dozent an Volkshochschulen (Bergheim, Köln). Zahlreiche Führungen mit römischem und mittelalterlichem Schwerpunkt in Trier, Xanten, Worms, Speyer und durch seine geliebte Heimatstadt Köln. Durchführung von Studienreisen in die sächsische Schweiz, nach Franken, in das französische Burgund und die Provence. Seit 2008 Buchautor zum mittelalterlichen Köln und Mitautor der Publikation „Vum aale Kölle“; seit 2009 Seminarleiter an der „Akademie för uns kölsche Sproch“. Seine Hobbys sind: Architekturgeschichte, Kulturreisen nach Frankreich und Italien.
 - Hans-Jürgen Jansen
textete und komponierte u.a. musikalische Interpretationen der Sagen, Legenden und Märchen zum Mitsingen. Geb. 1947 in Köln, Studium der Betriebswirtschaft, Steuerberater, später leitende Position in der Assekuranz. Die Liebe und Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Köln brachten ihn bald schon zur „Akademie för uns kölsche Sproch“, für deren Belange er sich im Vorstand der „Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch“ tatkräftig einsetzte. Seit einem Jahr ist er im Vorstand des Heimatvereins „Alt-Köln“ zuständig für Musikveranstaltungen und für die Jugendarbeit. Bereits in seiner frühesten Jugend sammelte er Erfahrung als Bandleader und Sänger in Kölner Coverbands. Seit 2005 tritt er mit eigenen Kompositionen und Texten zur Gitarre auf (www.koelnbarde.de). 2010 Veröffentlichung des Buches „Levve un Laache en Kölle“; Mitautor der Publikation von „Sag, verzäll ens“, „Och, es dat schön“ und „Vum aale Kölle“. Sein Interesse gilt der „Kölschen Sproch“ und der Kölner Geschichte, die er über die Musik mit seinen Liedern und Texten lebendig werden lässt.
 - Rudi Renné
geb. 1937 in Köln, verheiratet, zwei Kinder. Lehrer am Gymnasium. 1968 Promotion zum Dr. phil. Bis 2001 Fachleiter an Studienseminaren für die Lehrerausbildung an Gymnasien für Englisch und Latein; ab 2001 Dozent an der VHS Bergheim, ab 2009 auch in Frechen. Neben der Unterrichtstätigkeit Erstellung von Unterrichtsmaterialien für die gymnasiale Oberstufe im Fach Englisch. Aus echt kölscher Familie stammend, wollte er die Liebe zu seiner Heimatsprache über die Zeit retten und legte 2005 das Kölsch-Examen an der „Akademie för uns kölsche Sproch“ ab. 2006 Erwerb des Kölsch-Diploms. Seit 2007 Seminarleiter an der „Akademie för uns kölsche Sproch“ und Mitautor von „Sag, verzäll ens“, „Och, es dat schön“ und „Vum aale Kölle“. Daneben gibt es aber noch ein Hobby: Tanzsport.
Da will man doch gleich eine Gitarre hervorholen, sie zupfen und dabei singen!
Größen der kölner Frühgeschichte seit den Römern bis ins hohe Mittelalter werden in diesem Buch vorgestellt. Sie werden epochal aufgelistet: römisch, früh- und hochmittelalterlich. Es sind: Agrippa, Agrippina, Cordula, die Bischöfe Severin, Hildebold und Anno II., Reinald von Dassel und Engelbert I., der Herrscher Sigibert von Ripuarien, die Heiligen und Frommen Gereon, Reinold, Plektrudis, Ida, Hermann-Josef und Isabella, die angelsächsische Prinzessin.
Fast alle Genannten sind den Autoren Texte als Lied, Vers oder Prosa wert!. Es sind die Personen versammelt, die den Kölnern Freude machen, sie mit Stolz erfüllen und diejenigen, die ihnen eine Gänsehaut bescheren.
Alle Persönlichkeiten werden im Buch den Lesern im historischen Kontext ausführlich vorgestellt. Die städtische Fama greift stets gern auf überlieferte Geschichten zurück. Zu allen genannten Personen enthält das Buch Geschichten, Lieder und Gedichte „op Kölsch“.
Ja, die Geschichten sind schön und teilweise auch schaurig. Das Buch bietet einen erzählerischen Einblick in die wechselvolle Geschichte Kölns seit der römischen bis zur fränkisch-mittelalterlichen Epoche, in der in den Jahren von 450 bis 750 n. Chr. eine Zeit geringer historischer Quellen herrscht.
Gerade deshalb behelfen sich Buch und städtische Fama gerne mit der Erinnerung an später aufgezeichnete, vermutlich überlieferte Geschichten! Die Aussagen über Cordula, Severin, Gereon, Reinold und Hermann-Josef tragen wesentlich einen sagenhaften Charakter; die übrigen Texte besitzen einen meist fundierten historischen Hintergrund. Als deutlicher akzentuierte historische Persönlichkeiten treten Agrippa, Agrippina d.J., Sigibert von Ripuarien, Anno II, Plektrudis, Reinald von Dassel, Engelbert I. und Isabella hervor.
Es sind Herrscher, Fromme und Heilige, die genannt und beschrieben werden. So u.a. Agrippa, der wirkliche Gründer Kölns, Agrippina, die Namensgeberin ihrer Geburtsstadt – eine sehr zwielichtige Frau, die Gattin und Mutter eines römischen Kaisers war. Die Bischöfe Severin, Hildebold, Anno II., Reinald von Dassel, der die Gebeine der Hl. Drei Könige nach Köln brachte und Engelbert, der im Streit zwischen Staufern und Welfen ermordet wurde. Hervorzuheben ist Isabella, die britische Prinzessin, die dem Staufer Friedrich II. angetraut wurde.
Das vorgelegte Buch ist lehrreich (zur Religions- und Herrschergeschichte Kölns), unterhaltsam und künstlerisch. Es spannt einen weiten Bogen von Kommentaren zum tatsächlichen historischen Geschehen bis hin zu spekulativer Erzählung überlieferter Sagen und Legenden, die zum Teil neu nacherzählt und mit veränderten Schwerpunkten ausgestattet sind. Das Werk wird junge und ältere Menschen gleichermaßen anregen, in die Geschichte Kölns einzusteigen.
Greift zu, Ihr Leser, zum doppelten Vergnügen: Zu lehrreicher Information und zum Genuss „vun kölsche Tön“!
Jürgen Bennack
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Das Kölner Autorentrio Helmut Binkowski, Hans-Jürgen Jansen und Rudi Renné hat ein neues Buch geschrieben: „Domols in Kölle – Schaurig-schöne Stadtgeschichten auf Kölsch“ vereint historische Daten der Kölner Geschichte mit bekannten und unbekannten Sagen und Legenden.
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Jürgen Schön: „Die Zahl der Bücher, die sich mit Köln in allen Facetten beschäftigen, scheint schier unendlich. Helmut Binkowski, Hans-Jürgen Jansen und Rudi Renné glauben trotzdem, noch eine Lücke gefunden zu haben: Wissenschaft und Kölsch. ...“
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